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Arthroskopische Operation bei Arthrose und Knorpelverletzung

Als Folge von Verletzung, Überbeanspruchung oder durch mechanische Störfaktoren kann es zum Knorpelschaden im Kniegelenk kommen. Man unterscheidet 4 Stadien:
 
1.) Aufquellung des Knorpels
2.) Ausfransung des Knorpels
3.) Unterminierung und Aufbrüche im Knorpel
4.) Völliges Fehlen von Knorpel ("Knochenglatze")
 
Knorpel - Normalbefund
Knorpel - Normalbefund
Knorpelläsion Kniescheibe
Knorpelläsion Kniescheibe

So kann z.B. durch einen schon längere Zeit vorliegenden Meniscusriß aufgrund der mechanischen Störung ein Knorpelschaden an den angrenzenden knorpeligen Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkels entstehen. Durch Minieinklemmungen der abgerissenen Meniscusteile in den Gelenkanteilen entstehen Ausfransungen bis hin zum völligen Abrieb der Knorpelfläche. Die Prognose bezüglich Belastbarkeit, Reiz- und Beschwerdefreiheit nach einem arthroskopischen Eingriff bei einem Meniscusriß hängt entscheidend davon ab, welche Knorpelschäden bereits durch die Verletzung entstanden sind.
 
Ausgefranster und aufgerauhter Knorpel wird arthroskopisch mit motorisierten Spezial- saugschneideinstrumenten geglättet. Alle losen Teile werden aus dem Gelenk herausgesaugt. Für 1 - 4 Wochen, je nach Ausdehnung des Befundes, muß das Bein nach der arthroskopischen Operation zur Schonung des Knorpels mit zwei Unterarm- gehstützen teilentlastet werden.
 
Ist der Gelenkknorpel bereits bis auf den Knochen abgerieben, besteht die Behandlung darin, diesen Knochen von seiner oberflächlich abgestorbenen Schicht zu befreien, damit dort ein sogenannter Ersatzknorpel nachwachsen kann. Mit einem motorisierten Fräsinstrument wird nun der Knochen soweit oberflächlich angefräst, bis die Blutversorgung des Knochens freigelegt ist. Nur so ist es möglich, daß innerhalb von etwa 3 - 6 Monaten aus der Tiefe des aufgefrästen Knochens heraus ein binde- gewebiges Ersatzgewebe nachwachsen kann, das die Funktion des verlorengegangenen Gelenkknorpels zum großen Teil übernimmt. Damit diese Deckschicht möglichst dick und belastbar wird, ist es notwendig, daß der Patient nach dieser arthroskopischen Operation, auch Abrasionsarthroplastik genannt, das Gelenk für ca. 8 Wochen unter Benutzung zweier Unterarmgehstützen teilentlastet; d.h. das operierte Bein darf für diese Zeit nur unter Bodenkontakt quasi "mitlaufen". Diese Art der Fortbewegung ist sehr schnell erlernbar und wird Ihnen durch uns gezeigt.



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