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Lateral release - Arthroskopische Kniescheibenentlastungsoperation

Knorpelschäden entstehen entweder als Folge von Verletzungen oder durch Überbeanspruchung infolge anormaler Druckverteilung zwischen den Gelenkflächen. Die Kniescheibenrückfläche ist mit einer Knorpelschicht überzogen, die auf der Gelenkfläche der vorderen Oberschenkelrolle beim Beugen und Strecken des Kniegelenkes gleitet. Kommt es durch Verletzung (z.B. Kniescheibenverrenkung, auch Patellaluxation genannt) oder "Schieflauf" der Kniescheibe zu einem vermehrten Druck und damit Knorpelabrieb, so "franst" der Gelenkknorpel aus und es entsteht ein hör- und spürbares Knirschen unter der Kniescheibe. Dies wird besonders bei Belastungen deutlich, so z.B. beim Treppensteigen oder in der Kniebeugestellung. Diese Zustände können lange Zeit schmerzlos bleiben. Kommt es nun durch vermehrten Anfall von "Abriebmaterial" im Gelenk zur Ausbildung einer chronischen Gelenkinnenhaut- entzündung ("Synovialitis"), so entstehen Schmerzen im Gleitlager der Kniescheibe.
 
Man kann derartige Krankheitsverläufe stoppen. Unterläßt man dies, so entsteht eine schwere Verschleißkrankheit ("Arthrose"), die eine stark verminderte Belastbarkeit und nur sehr schwierig zu behandelnde Schmerzzustände verursacht.
 
Die Behandlung hat 3 Ziele:
 
1. Der ausgefranste Gelenkknorpel wird mit einem motorisierten Saugschneideinstru- ment geglättet, ein Vorgang, den man auch Knorpelshaving oder Chondroplastik nennt. Die losen Knorpelteile werden mit einem Hohlrohr angesaugt, von einem sich darin drehenden Messer abgeschnitten und per Sog aus dem Gelenk entfernt.
 
2. Der Druck zwischen Kniescheibe und Oberschenkel muß vermindert und die Kniescheibenbahn wieder in die Mitte verlagert werden. Dies geschieht durch die Kniescheibendruckentlastungsoperation, auch Lateral release genannt. Die außen an der Kniescheibe ansetzenden Kapselverbindungen werden arthroskopisch durchtrennt. So entsteht eine Kapsellücke und die schädigenden Kräfte der außen ziehenden Muskelzüge können ihre Wirkung nicht mehr entfalten.
 
3. Nach der arthroskopischen Operation muß das Gelenk schnell entreizt und die Oberschenkelmuskulatur an der Innenseite voll auftrainiert werden. Dies geschieht durch Eisbehandlung, Therapie mit elektrischen Strömen, später an Muskelaufbau- maschinen und durch Krankengymnastik.
 
Genaue Anweisung bezüglich der Nachbehandlung erhält jeder Patient individuell, da häufig zusätzliche Eingriffe (z.B am Meniscus) im Kniegelenk die Nachbehandlung wesentlich verändern können.



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