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Ablauf einer arthroskopischen Operation

Zur Durchführung der Arthroskopie, d.h. der Gelenkspiegelung, wird das Kniegelenk zunächst mit einer Spezialflüssigkeit desinfiziert und anschließend steril abgedeckt. Um während der Arthroskopie immer optimale Sicht zu haben, ist das Bein blutleer gewickelt und eine Druckmanschette am Oberschenkel angelegt.

Oberhalb der Kniescheibe wird nun über eine kleine Stichinzision, d.h. ein Hautschnitt von 0,5 cm, eine Kanüle eingeführt und das Gelenk mit steriler Flüssigkeit aufgefüllt und gespült, damit sich der Gelenkraum entfaltet. Über eine weitere Stichinzision wird die Optik - das Arthroskop - eingeführt und mit einer Microchip-Videokamera verbunden. Damit die Gelenkstrukturen nicht nur betrachtet, sondern auch betastet werden können, wird über einen dritten kleinen Hautschnitt eine Tastsonde eingeführt. Nun wird das gesamte Kniegelenk nach krankhaften Befunden abgesucht. Nachdem sich der Operateur ein genaues Bild von den Gelenkschäden gemacht hat, werden die krankhaften Veränderungen unter Verwendung modernster speziell für die arthroskopische Orthopädie entwickelter Micro- sowie Saugschneide-Instrumente über diese drei kleinen Stichinzisionen behandelt. Alle operativen Maßnahmen erfolgen also quasi "geschlossen" unter Videomonitorkontrolle.

Folgende Operationen können so z.B. durchgeführt werden: Meniscusentfernung, Knorpelglättung, Entfernung von entzündlicher Gelenkinnenhaut und von freien Gelenkkörpern etc. Abhängig vom Ausmaß der vorgefundenen Schäden dauert ein solcher Eingriff zwischen 20 und 60 Minuten. Nach Beendigung der arthroskopischen Operation wird die Flüssigkeit abgesaugt und nach Hautnaht ein steriler Verband angelegt. Die Narkose wird "ausgeleitet", und der Patient ist wieder aufgewacht.

Nachdem er aus Sicherheitsgründen noch ca. 4 Stunden im Aufwachraum beobachtet wird, kann er, entweder, von Angehörigen begleitet, wieder in seine eigenen vier Wände entlassen werden, oder, falls eine kurzstationäre Behandlung vereinbart worden ist, sich für einige Tage in der Praxisklinik am Rothenbaum stationär behandeln lassen.

Am 1.Tag postoperativ erfolgt dann die erste Kontrolluntersuchung in der Knie-Praxis oder in der Praxisklinik am Rothenbaum.

Nach dem Eingriff muß das Gelenk für einige Tage mit zwei Unterarmgehstützen teilentlastet werden, d.h. das operierte Bein soll nur unter Bodenkontakt quasi "mitlaufen". Bei schwerer Verschleißerkrankung (Arthrose) kann die notwendige Entlastungsphase bis 8 Wochen dauern. Nach der arthroskopischen Operation erhält der Patient genaue Verhaltensregeln bezüglich Schonung und Belastungsfähigkeit des operierten Gelenkes sowie einen Spezialplan für die krankengymnastische und elektrotherapeutische Nachbehandlung.

Zur Erlangung einer weitestgehenden Kooperation des Patienten ist die Vorführung und Erläuterung der OP-Videoaufzeichnung sehr hilfreich. Dadurch versteht der Patient sein Gelenkproblem besser und wird so auch bereitwilliger die Ratschläge des Operateurs bezüglich Belastbarkeit des Kniegelenkes im Alltag und beim Sport befolgen.




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